Die Großbauernschaft

Auf ihren Machterhalt und Ausbau fixiert, ist den alten Mächten jedes Mittel recht, den Siebtelbauern das Leben schwer zu machen. Eine korrupte Gemeinschaft, in der auch Staat und Kirche ihre Finger im Spiel haben.

Die Siebtelbauern

Hoffnungsträger für den Aufbruch in eine neue Zeit. Eine gerechtere Zeit, in der es keine Selbstherrlichkeit und kein Unrecht mehr gibt. Die Siebtelbauern entdecken in einer neuen Gemeinschaftsform was selbstbestimmtes Leben heißt.

Die Scheinheiligkeit

Eng mit den Großbauern verbandelt, lässt sich die Geistlichkeit auf Abmachungen gegen die christlichen Werte ein – auch um die eigenen Interessen zu wahren. Im Dienste des Herrn werden die neuen Bauern und ihre Lebensweise verteufelt und in den Dreck gezogen.

DIE SIEBTELBAUERN

von Stefan Hellbert

frei nach dem gleichnamigen Film von Oscarpreisträger Stefan Ruzowitzky

 Einlass und Beginn Musik-Rahmenprogramm: 19:15 Uhr

Selbstverantwortlich arbeiten, als gleichberechtigte Gemeinschaft zusammen leben und Freizeit verbringen – all das müssen die sieben Mägde und Knechte erst einmal lernen, nachdem ihr Herr ermordet wurde und ihnen der Hof zu gleichen Teilen vermacht wird. Auch wenn es anfangs nicht reibungslos abläuft zwischen ihnen und sie an der eigenen Emanzipation zu scheitern drohen, raufen sich die Siebtelbauern zusammen und trotzen den alteingesessenen Bauern. „Wenn ein Knecht ein Herr sein will, dann gibt’s ein Unglück“, drohen diese und sorgen höchst selbst für die Erfüllung ihrer Prophezeiung, indem sie mit List und Gewalt auf die neu gewonnene Freiheit der Sieben reagieren. Dabei drücken auch der Pfarrer und der Gendarm beide Augen zu und lassen den Dingen ihren Lauf. Während neues Unrecht geschieht, kommt altes ans Licht, und man bekommt einen Eindruck, unter welchen Umständen die einfachen Leute Anfang des 20. Jahrhunderts ihr Dasein fristen mussten. Doch in all der Tragik und Schwere der Zeit und des Schicksals der Siebtelbauern gibt es die schönen, berührenden Momente, in denen sie ein unbeschwertes Leben kennenlernen dürfen. Sie lachen und tanzen und wollen sich ihre neue Freiheit nicht mehr nehmen lassen – und das mit allen Konsequenzen. Das Theaterstück „Die Siebtelbauern“ wurde vom Tiroler Dramatiker Stefan Hellbert (*7. Februar 1963) auf Grundlage des gleichnamigen Films von Regisseur und Drehbuchautor Stefan Ruzowitzky (*25. Dezember 1961 in Wien) entworfen. Ruzowitzky wurde 1998 für „Die Siebtelbauern“ mit internationalen Filmpreisen ausgezeichnet. 2008 erhielt er für seinen Spielfilm „Die Fälscher“ einen Oscar für den besten fremdsprachigen Film.

Das Ensemble

Das neue Ensemble formiert sich seit Anfang 2016. Bei einem Workshop Anfang Januar mit Michael Kranz und Gina Penzkofer, wurde am grundlegenden Handwerkszeug fürs Schauspiel gearbeitet. Vielen Danke für die ehrenamtliche Unterstützung. Bei einem weiteren Casting wurden verschiedene Besetzungen getestet und schließlich die aktuelle Besetzung beschlossen.
Der Verein konnte für „Die Siebtelbauern“ den Deggendorfer Jonas Brand für Stücküberarbeitung und Regie und Verena Wagner als Regieassistentin gewinnen. Mit den geachteten Schauspielern entstand so ein interessantes Ensemble mit frischen Gesichtern und professionellen, jungen Köpfen aus der ganzen Region. Seit 09. April wird geprobt. Näheres zum Stück findet Ihr weiter unten. Das Ensemble freut sich darauf, Euch auf der Burg begrüßen zu dürfen!

Der Regisseur

Jonas Brand (*1987 in Deggendorf) leistete nach dem Abitur am Comenius Gymnasium Deggendorf den Zivildienst ebenfalls in seiner Heimatstadt ab, bevor er nach einem Gaststudium an der Filmhochschule München sowie zahlreichen Praktika im Filmbereich ein Studium der Sprach- und Textwissenschaften an der Uni Passau begann. Darauf folgte ein Drehbuch- und Dramaturgiestudium an der renommierten Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf (ehemals HFF Potsdam), das er 2014 erfolgreich abschloss. Seitdem lebt und arbeitet er als Freier Autor und Filmschaffender in München und Deggendorf. Zuletzt war er als Regieassistent von Sebastian Stern in dessen Kinofilm „Der Hund Begraben“ tätig.

Siebtelbauern Schmankerlmarkt

Der Viechtacher Bauernmarkt kommt zu den Siebtelbauern auf die Burg! Fünf Hütten voller regionaler Schmankerl, die dann im Biergarten bei Live-Musik genossen werden können.

Die Tageskarte:

Wanninger Sepp: Bauernbrot mit Butter, Schnittlauch und Erdäpfelkas; „Rade“ mit Butterbrot Wühr Benjamin: Geräucherte Forellen mit Bauernbrot Schmelmer Werner: Bio Schnittkäse mit Brezen und Raclettkäse mit Beilagen Wanninger Maria: Schmalzgebäck und Fairtrade Kaffee Gierl Willi: Bauernhugo Grillstand des Vereins: Schweinsbradwürstel vom Graßl Franz und Leberkäse von Schmelmer Werner. Außerdem Steaks vom Piller aus Schönau.

Live-Musik

Bei jeder Aufführung, ab 19:15 Uhr.

29./30.Juli: Das Bayerische Wochenende: „Kufner Buam“  mit Bayerischer Musik (v. a. Oberkrainer, Walzerstücke, Volkslieder)
22./23.Juli & 05./06.August: Die Jazz Wochenenden „Peppermint“ mit Jazz Standards von Swing bis Bossa Nova, New Orleans Blues und schaurig schöne Jazz Balladen, wie z.B. „Tenderly“ oder „Smile“ von Charly Chaplin.

Der Autor

Ruzowitzky nannte den Film die Siebtelbauern, einen Alpenwestern. Auch ich verwende diesen Untertitel für das Theaterstück, streift doch die Handlung immer wieder das Genre des Western. Hier wird Land von anscheinend Rechtlosen legal in Besitz genommen und mit allen Mitteln gegen diejenigen verteidigt, die es ihnen nicht zugestehen wollen. Es ist ein Kampf gegen die Obrigkeit, die Mut und Entschlossenheit fordert. Es geht um Leben und Tod, Freiheit und Territorien, um Anarchie und Emanzipation, um Schuld und Sühne und um die (Un)möglichkeit, als Außenseiter in den verkrusteten Machtstrukturen einer gottgegebenen Ordnung zu überleben. Eine kleine Revolution gegen die da oben, ein Aufbegehren gegen Unterdrückung und Ausbeutung. Die Siebtelbauern ist ein Stück des Widerstandes und des Scheiterns und ein Stück über die, die trotzdem nicht aufgeben. Ich wünsche dem Team (vor und hinter der Bühne) der Burgfestspiele Neunußberg eine gelungene Premiere und eine erfolgreiche Spielsaison 2016. Der Autor Stefan Hellbert

Abendessen Teaser

Heistadl-Liebe Teaser

Anschlag Teaser

Hinter den Kulissen

 

Vielen Dank an alle, die hinter den Kulissen bereits zum Gelingen beigetragen haben oder etwas beitragen wollen.

Über weitere Helfer freuen wir uns sehr.

Danke an unsere Bühnenbauer und fleißigen Helfer ohne die wir das Bühnenbild nie verwirklichen hätten können: Markus Dicklhuber, Anton Preißer, Reinhard Zeitlhöfler, Christian Triffo, Anton Kufner, Tobias Kellermeier und Ingrid Ebner

Danke an das Lichtteam mit Stefan Simmet, Roland Richter und Thomas Schmelmer.

Danke an Felix Wustrack für die Motive zu den Songs.

Danke an das Tonteam mit Mirko Penzkofer und Michael Maimer.

Danke an unsere Requisiteurin Lena Goham.

Danke an die Maske unter Leitung von Stella Gottwald mit Nathalie Pinzl, Jennifer Rebkowetz und Simone Köstlmeier.

Danke an die Kostümdamen unter Leitung von Julia Ebenbichler mit Elisabeth Grotz, Heidi Zeitlhöfler, Ursula Wilke und Vanessa Kraus.

Danke an die Helfer hinter den Theken: Petra und Erhard Bauernfeind, Markus und Bianca Müller, Christiane Zollner, Heidi und Reinhard Zeitlhöfler, sowie Richard „Bum“ und Anita Kopp.

Danke an Holger Enge für die Arbeit am Programmheft.

Danke an Felix Widmann für das tolle Design, Jennifer Rebkowetz für die graphische Unterstützung, sowie an die Pixeltypen unter Tobias Bals, für die Umsetzung der Homepage.

Danke an Sebastian Stern fürs Netzwerken.

Danke an Robert Brunner und Brunner Architekten für die großzügige Unterstützung beim Neubau des Regieturms.

Danke an die Damen aus der Touristenformation Viechtach, für die allzeit tolle Unterstützung. Explizit an Monika Häuslmeier, Annemarie Tremmel und Sandra Stern.

Die Vorstandschaft.

Förderer, Partner und Sponsoren