Brandneues Jubiläumsstück

Wer den Wind sät … 

Zeitenwende auf Neunußberg

Im Winter 1468/69 erobert der junge Herzog aus München eine Burg im Bayerischen Wald nach der anderen. Seinen modernen Kanonen haben die eben noch rebellierenden Ritter kaum etwas entgegenzusetzen. Um ihre Rechte gegenüber dem Landesherrn zu verteidigen, schlossen sie sich zum Bund der Böckler zusammen – unter ihnen die Neunußberger Warmund und Konrad.

Kurz bevor es zur entscheidenden Schlacht der Mächtigen kommt, prallen auch der impulsive Jäger Jakob und die wilde Vagabundin Frieda aufeinander. Wenn Jakob das Schießpulver ist, ist Frieda das Feuer. Ständig am Rande der Explosion nähern sich die beiden an und stoßen sich wieder ab – sehr zum Vergnügen der restlichen Dorfbevölkerung.

Doch einer glücklichen Zukunft steht nicht nur Jakobs drohende Rekrutierung entgegen, sondern auch Friedas Freiheitsdrang. Und ein großes Geheimnis, mit dem sie am Höhepunkt des Böckleraufstands die Nußberger Ritter konfrontiert und so die bestehende Ordnung gehörig ins Wanken bringt.

Der Wandel der Zeit hält Einzug auf Neunußberg – mit allen Konsequenzen.

Nach fast einem Jahrzehnt kommt 2019 wieder ein historisches Burgfestspiel über den Böcklerkrieg auf die Bühne von Burg Neunussberg. In Zusammenarbeit mit Autor und Regisseur Jonas Brand sowie Co-Regisseurin Verena Wagner bereitet der Burgfestspielverein die Geschichte über den Aufstand der Bayerwaldritter gegen den Landesherrn aus München komplett neu auf.Rund 30 SpielerInnen werden den Charakteren Leben einhauchen und mit der eigens entworfenen Bühne sowie selbstkomponierter Musik für eine ganz besondere Stimmung am Burganger sorgen. Spannend, tragisch und einen Hauch mystisch wird das Neunußberger Burgfestspiel 2019 sein, aber mindestens genauso emotional und komisch.

Es erwartet Sie ein kurzweiliges und zeitgemäßes Theatervergnügen im beeindruckenden Mittelalterambiente unserer Burg.

Grußworte

Schirmherr: Staatsminister Bernd Sibler, MdL

Seit mittlerweile fünf Jahrzehnten begeistern die Burgfestspiele Neunußberg ihr Publikum aus Nah und Fern auf einer ganz besonderen Theaterbühne. Die pittoreske Burgruine wird zur stimmungsvollen Kulisse für beeindruckende Aufführungen, die mit dem Böcklerkrieg von 1468/69 ein spannendes Kapitel der bayerischen Landesgeschichte aufgreifen. Mit ihrem gekonnten Spiel lassen die hoch motivierten Darstellerinnen und Darsteller das Mittelalter wieder lebendig werden und bieten Heimatschauspiel vom Feinsten.

Die auf den historischen Ereignissen basierende Darbietung wurde in der Vergangenheit kontinuierlich weiterentwickelt und immer wieder aktualisiert. Zu seinem 50-jährigen Bestehen präsentiert der Verein nun in Zusammenarbeit mit Autor und Regisseur Jonas Brand sowie Co-Regisseurin Verena Wagner eine komplett neue Version der Geschichte über den Aufstand der Bayerwaldritter gegen ihren Landesherrn. Mit diesem Konzept sind die Burgfestspiele als attraktive Laienbühne mit professionellem Anspruch für die Zukunft bestens aufgestellt. Als Schirmherr danke ich von Herzen allen, die sich hier so engagiert einbringen und damit zur Traditionspflege in der Region beitragen. Ich gratuliere den Burgfestspielen zu ihrem Jubiläum und wünsche ihnen weiterhin viele begeisterte Besucherinnen und Besucher.

München, im Februar 2019

Bernd Sibler

Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst

Das Regie-Duo

Der Regisseur: 
Der gebürtige Deggendorfer Jonas Brand studierte Sprach- und Textwissenschaften an der Uni Passau und bis 2014 Drehbuch und Dramaturgie an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Seitdem arbeitet er als freier Autor und schreibt momentan parallel in mehreren Writers’ Rooms an Serienprojekten. Er war unter anderem als Regieassistent von Sebastian Stern in dessen Kinofilm „Der Hund Begraben“ tätig. Seit Kurzem wird er von der Agentur Heppeler vertreten. Er erhielt 2017 den Kulturförderpreis der Stadt Deggendorf und initiierte dort im letzten Hebst das Kurz Film Fest. Außerdem engagiert er sich im sozialen Netzwerk World Wide Woid für unsere Region.

Die Co-Regisseurin: 
Das Leben von Verena Wagner spielt sich ebenfalls zwischen München und dem Bayerischen Wald ab. Sie studiert aktuell Dokumentarfilm-Regie an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Derzeit bereitet sie dort ihren Vordiplom-Film vor. Dieser wird in Niederbayern und der Oberpfalz spielen, wo aktuell auch die Recherchearbeit stattfindet. Gedreht wird dann im Sommer, fertig ist der Film im Herbst. Näheres kann sie noch nicht erzählen, bekannt ist sie aber für Filme mit Tiefgang und Menschlichkeit. Nebenbei setzt sie weitere Filmprojekte um, gerade ist z.B. ein kleiner Film für den Kinderschutzbund Regensburg in Planung. Ansonsten ist sie freiberuflich als Yogalehrerin für Erwachsene und Kinder tätig.

Die Kostümbildnerin

Die Faszinationon für Kleidung begann bei Caroline Packenius schon in jungen Jahren. Nachdem sie in Passau eine Maßschneiderlehre abschloss, entschied sie sich, nach Hamburg zu ziehen. Dort studiert sie seitdem Kostümbild an der Hochschule für angewandte Wissenschaften, unter Leitung des Bühnen- und Kostümbildners Reinhard von der Thannen. Sie assistierte Philipp Fürhofer bei „Macbeth“ an der Staatsoper Karlsruhe und hospitierte 2017 für die Kostümbildnerin Victoria Behr bei „Kohlhaas“ am Thalia Theater in Hamburg. 2018 stattete sie in Zusammenarbeit mit Sophie Simon die von Philipp Himmelmann inszenierte Oper „Alcina“ aus.

Schmankerlmarkt

Am Vorplatz gibt es mehrere Hütten voller regionaler Schmankerl, die dann im Biergarten bei Live-Musik genossen werden können.

Live-Musik

Bei allen regulären Aufführung ab 19:15 Uhr.

Förderpartner

Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und für Heimat, die Kulturstiftung des Bezirks Niederbayern, die Stadt Viechtach und den Landkreis Regen.